Kommunikationsverbände starten Initiative „Komm in die Agentur“

Erstmals haben die Kommunikationsverbände BVDW, CMF, FAMAB, GWA, GPRA und OMG ein gemeinsames Projekt realisiert. Mit einer übergreifenden Employer Branding Dachkampagne werben sie für die vielfältigen Berufsbilder in Agenturen und wollen den Nachwuchs für die Branche begeistern. Am 17. Mai 2017 startet die Kampagne mit einem weißen, unbeschriebenen Blatt und vielfältigen Aktionen an Unis und im Netz. Unter dem Motto „Mach was draus. Komm in die Agentur!“ – richtet sich die Employer Branding Kampagne an die Zielgruppe der Studenten der Republik – rund 1,6 Millionen junge Männer und Frauen, die einen Bachelor oder Master anstreben.

„Es ist schon eine außerordentliche Leistung, die das Projektteam innerhalb kürzester Zeit und mit sehr viel persönlichem Engagement auf die Beine gestellt hat. Vom ersten Gipfeltreffen der Verbände im Juni letzten Jahres bis zum Roll-Out im Mai dieses Jahres. Ich danke allen, die sich in den letzten Monaten für die Idee ins Zeug gelegt haben  – agentur-  und disziplinübergreifend. Und ich möchte an dieser Stelle auch erwähnen, dass die Zusammenarbeit mit den anderen Verbänden durchweg zielführend und kollegial ist“, sagt Uwe Kohrs, Präsident der GPRA.

Zum Start unbeschrieben
Zum Start der Digitalkampagne am 17. Mai wird ein weißes Visual, versehen mit dem Claim „Mach was draus. Komm-in-die-agentur.de“ über alle Kommunikationskanäle der Verbände und Mitgliedsagenturen sowie über paid media verbreitet werden. „Besonderer Dank gilt facebook und Gruner & Jahr, die uns als Medienpartner der Kampagne großzügig unterstützen“, so Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer  der OMG. Zeitgleich laufen bundesweit Aktionen an Hochschulen und Universitäten, um auf die Kampagne aufmerksam zu machen. Auch die Mitarbeiter der  Mitgliedsagenturen fungieren als Multiplikatoren der Kampagne.

Einmaliges Praktikum in allen Disziplinen
Auf der  Kampagnenwebsite www.komm-in-die-agentur.de steht prominent das Kampagnenvideo, das zum Agentursurfing aufruft. Studenten können sich hier für ein außergewöhnliches Praktikum bewerben: In 12 Wochen haben sie die Gelegenheit, in 6 Agenturen aus 6 verschiedenen Disziplinen hinein zu schnuppern. Eine einmalige Chance! Jede Menge Eindrücke und nachhaltige Kontakte.  Das Agentursurfing wird in allen Großstädten Deutschlands angeboten. Mitmachen kann jede Agentur, die in einem der Verbände organisiert ist.
Zudem bietet die erste verbandsübergreifende Website einen allgemeinen Überblick über die Branche und deren Berufsbilder. Alle Aktionen werden außerdem über die Facebook Seite der Kampagne kommuniziert. Die Kampagne läuft vom 17. Mai bis 13. Oktober 2017.

Das Team
Die Dachkampagne ist das Ergebnis einer einmaligen Kollaboration zwischen den Kommunikationsverbänden. Die sechs Verbände stehen für rund 600 Agenturen mit über 25.000 Mitarbeitern. Ein disziplinübergreifendes Team aus Mitgliedsagenturen hat unter der Leitung von Christiane Schulz und Uwe Kohrs die verschiedenen Kampagnenelemente (Kreation, Website, Live Kommunikation, Content, PR, Projektmanagement, Social Media und Media) kreiert und ausgearbeitet.

Mit sehr viel Engagement und Eigenleistung der Verbände und Agenturen wurde diese konzertierte Aktion unter der Leitung von Christiane Schulz (GPRA) realisiert. Folgende Kollegen aus dem Projektteam haben maßgeblich an der Umsetzung der Kampagne gearbeitet:  Jan Flentje (fischerAppelt), Melanie Lienerth und Anna Lüffe (ressourcenmangel), Anna Pischel (Carat Deutschland), Melanie Weißenborn und Jennifer Schmitz (denkwerk), Elvira Steppacher (est), Alex Leuker und Adrienne Dahme (follow red) und Andrea Schumacher (GPRA).

 

Gehälter in der PR-Branche

Laut einer Umfrage der PRimetime, einer Community für Führungskräfte aus der PR-Branche, sind nur 47 Prozent der PR-Führungskräfte mit ihrem Gehalt zufrieden. Ein besserer Verdienst gilt als größter Anreiz, den Job zu wechseln. Steht es wirklich so schlecht um die PR-Gehälter? Wir haben diese Umfrage zum Anlass genommen, etwas genauer zu beleuchten, wie groß die Spanne bei der Entlohnung sein kann und ob die Unzufriedenheit in der PR-Branche wirklich so groß ist.

Mit dem Gehalt unzufrieden?

Dass die Gehälter in der PR-Branche enorm variieren, ist kein Geheimnis – spätestens die diesjährige Kienbaum-Studie belegt eindrucksvoll, dass neben Ausbildungsgrad, Verantwortung innerhalb des Unternehmens, gekoppelt an Berufserfahrung auch Unternehmensgröße und –standort Faktoren sind, die das Gehalt signifikant beeinflussen. Die Umfrage der PRimetime-Community unter Führungskräften ergibt, dass jeder Fünfte nicht mit seinem Gehalt zufrieden sei. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) sind der Meinung, dass das Gehalt aufgrund der Ausbildung nicht angemessen sei. Auch Überstunden und nicht gewürdigte Leistungen spielen bei der Unzufriedenheit eine Rolle. Immerhin liegt die wöchentliche Arbeitszeit in PR-Agenturen und Pressestellen bei fast zwei Dritteln zwischen 41-60 Stunden, glaubt man dem PR-Trendmonitor 2010, der derzeit aktuellsten Studie zu diesem Thema.

Gehalt nach Bundesland

Eine erste gute Übersicht über das Gehalt in der PR-Branche bietet die Aufsplittung nach Bundesländern (Durchschnittswerte, ohne Berücksichtigung von Position und Branche):

Bundesland  Ø Brutto-Gehalt
Baden-Württemberg 2.761 €
Bayern 2.818 €
Berlin 2.549 €
Brandenburg 2.057 €
Bremen 2.512 €
Hamburg 2.938 €
Hessen 2.866 €
Mecklenburg-Vorpommern 2.059 €
Niedersachsen 2.334 €
Nordrhein-Westfalen 2.727 €
Rheinland-Pfalz 2.481 €
Saarland 2.441 €
Sachsen 2.018 €
Sachsen-Anhalt 2.962 €

(Zahlen aus Gehaltsvergleich.com)

Gehalt nach Position

Natürlich verdienen Einsteiger weit weniger als Führungskräfte und auch, ob man als PR-Manager oder Mediengestalter in einer Agentur tätig ist, spielt bei der Höhe der Entlohnung eine Rolle. So kann ein Mediengestalter im Durchschnitt monatlich 1.993 Euro und ein Werbetexter 2.713 Euro verdienen.

Einige der häufigsten Berufe im Überblick:

Beruf ø Brutto-Gehalt
Mediengestalter | Mediengestalterin – Digital-|Print 1.993 €
Werbekaufmann | Werbekauffrau 2.283 €
Art-Direktor | Art-Direktorin 3.253 €
Bürokaufmann | Bürokauffrau 1.775 €
PR-Manager PR-Berater | PR-Managerin PR-Beraterin 2.830 €
Marketingassistent | Marketingassistentin 2.379 €
Werbetexter | Werbetexterin 2.713 €
Marktforscher | Marktforscherin 3.082 €
Event-Manager | Event-Managerin 2.840 €
Projektleiter | Projektleiterin 3.091 €

(Zahlen aus Gehaltsvergleich.com)

Darf man diesem Artikel glauben, können PR-Manager und Texter so zum Beispiel ein Jahresgehalt von 39.000 Euro verdienen, Designer dagegen nur 31.000 Euro.

Auch auf die Unternehmensgröße kommt es an

Neben dem Beruf und dem Bundesland hat auch die Unternehmensgröße einen Einfluss auf das Gehalt. Beschäftigt ein Unternehmen mehr als 1.000 Mitarbeiter, kann das Gehalt im Schnitt um 20 Prozent höher ausfallen. So verdienen PR-Experten in einer Firma bis 20 Mitarbeiter rund 33.300 Euro pro Jahr, in einem Unternehmen von 20 bis 500 Mitarbeitern können 38.200 Euro pro Jahr ausgezahlt werden und in Firmen ab 500 Mitarbeitern kann es sogar durchschnittlich 46.800 Euro pro Jahr geben.

Update: Stepstone Gehaltseport 2013

StepStone hat 2013 eine deutschlandweite Gehaltsstudie durchgeführt, an der rund 50.000 Fach- und Führungskräfte teilgenommen haben. Für die Pr- und Marketingbranche sind Durchschnittsmonatsgehälter (Brutto, ohne Prämien, Boni,…) erhoben worden:

Gruppe Berufserfahrung Monatsverdienst in Euro
Marketing-Manager/in unter fünf Jahre 3.404 Euro
mehr als fünf Jahre 4.243 Euro
PR-Manager/in unter fünf Jahre 3.059 Euro
mehr als fünf Jahre 4.199 Euro

 

Kienbaum-Studie: Gehälter in Marketing und Vertrieb steigen deutlich

Die Gehälter von Führungskräften und Spezialisten in Marketing und Vertrieb sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen: Im Schnitt haben die Unternehmen die Bezüge ihrer Mitarbeiter um 3,2 Prozent angehoben, ergab eine aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum. Bei den Führungskräften stiegen die Gehälter mit 3,4 Prozent etwas stärker als bei den Fachkräften mit 3,1 Prozent. Für den Vergütungsreport „Führungskräfte und Spezialisten in Marketing und Vertrieb 2013“ hat Kienbaum die Daten von 3.505 Führungspositionen, 5.762 Spezialisten und 1.336 Sachbearbeitern in 733 Unternehmen untersucht.

Gehalt steigt mit zunehmender Verantwortung
Die Gehälter der Mitarbeiter steigen mit zunehmender Verantwortung und anspruchsvolleren Aufgaben: Während Angestellte der oberen Führungsebene eine Jahresvergütung von durchschnittlich 158.000 Euro erzielen, liegt das Gehalt auf der operativen Führungsebene im Schnitt bei 79.000 Euro.

Ein ähnliches Bild ergibt sich für die übrigen Positionen: Senior Spezialisten erhalten mit 88.000 Euro im Durchschnitt deutlich mehr Gehalt als Junior Spezialisten, die eine jährliche Vergütung von 51.000 Euro erzielen. Sachbearbeiter mit sehr komplexen Aufgaben verdienen mit 54.000 Euro im Jahr außerdem erheblich mehr als ihre Kollegen mit einem niedrigeren Komplexitätsgrad der Aufgaben, deren Vergütung lediglich bei 34.000 Euro liegt.

Unternehmensgröße beeinflusst die Höhe der Vergütung stark
Insbesondere bei den Führungskräften hat die Unternehmensgröße einen direkten Einfluss auf die Höhe der Vergütung: Mitarbeiter in Führungspositionen verdienen in Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten mit 150.000 Euro Gehalt mehr als doppelt so viel wie Führungskräfte, die in Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern beschäftigt sind; diese erhalten nur 64.000 Euro im Jahr.

Besonders groß sind die Unterschiede der Gehälter bei Mitarbeitern der oberen Führungsebene: Sie verdienen in Unternehmen, die mehr als 5.000 Beschäftigte haben, mit einem Gehalt von 213.000 Euro rund 87 Prozent mehr als Führungskräfte der gleichen Ebene, die in Firmen mit 50 bis 100 Mitarbeitern tätig sind; deren Gehalt liegt bei 114.000 Euro im Jahr. „Die Gründe für diese Unterschiede liegen vor allem in der höheren Verantwortung und der zunehmenden Komplexität der Aufgabenstellungen, die in der Regel auch mit einer höheren Vergütung einhergehen“, sagt Kienbaum-Vergütungsexpertin Julia Leitl und ergänzt: „Es sollte jedoch nicht übersehen werden, dass insbesondere Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen mit sehr flachen Hierarchien konfrontiert sind und somit häufig unmittelbare Verantwortung tragen.“

Gehälter in München sind am höchsten
Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb verdienen in München am meisten: Führungskräfte erhalten dort im Durchschnitt 13 Prozent mehr Gehalt als im Bundesdurchschnitt, bei den Spezialisten sind es acht Prozent mehr. Insgesamt sind die Spitzenreiter in der Vergütung die Ballungsräume um die deutschen Großstädte wie München, Frankfurt am Main, Düsseldorf oder Köln. In den Regionen um Leipzig, Dresden oder Halle liegt das Gehaltsniveau eines Sachbearbeiters hingegen nur bei 80 Prozent des Bundesdurchschnitts.

Promovierte Berufseinsteiger werden am besten vergütet
Berufseinsteiger mit Promotion starten mit dem höchsten Gehalt: Mit einem Salär von 53.100 Euro haben promovierte Absolventen im vergangenen Jahr mehr als alle andere Berufseinsteiger verdient. Absolventen eines Masterstudiengangs (Universität) folgen mit einer durchschnittlichen Einstiegsvergütung von 47.000 Euro auf dem zweiten Platz. Am geringsten ist das durchschnittliche Einstiegsgehalt von Bachelor-Absolventen (Fachhochschule) mit 41.800 Euro.

Außerdem sind die Einstiegsgehälter von Absolventen stark von der jeweiligen Fachrichtung abhängig: Absolventen der Rechtswissenschaften sowie der Technik- und Ingenieurwissenschaften erzielen als Berufseinsteiger mit 45.600 Euro beziehungsweise 44.800 Euro höhere Gehälter als Absolventen der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, die durchschnittlich nur 40.500 Euro verdienen.

Variable Vergütungsanteile sind in allen Positionen weit verbreitet
Der Großteil der Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb erhalten einen variablen Vergütungsanteil: 93 Prozent der Führungskräfte, 91 Prozent der Spezialisten und 72 Prozent der Sachbearbeiter kommen in den Genuss eines Bonus. Die Höhe der variablen Vergütung ist jedoch innerhalb der untersuchten Positionen sehr unterschiedlich: Während der Anteil der variablen Vergütung am Jahresgehalt bei den Führungskräften durchschnittlich 20 Prozent beträgt, sind es bei den Spezialisten 15 Prozent und bei den Sachbearbeitern lediglich acht Prozent.

Mitarbeiter der oberen Führungsebene erhalten mit rund 36.000 Euro den höchsten variablen Vergütungsanteil; dies entspricht 21 Prozent ihres Gesamtgehalts. Während bei Mitarbeitern der mittleren Führungsebene die erfolgsabhängige Vergütung bei 22.000 Euro beziehungsweise 18 Prozent liegt, erhalten Mitarbeiter der operativen Führungsebene mit 14.000 Euro den geringsten erfolgsabhängigen Gehaltsanteil; dies entspricht 15 Prozent ihrer Jahresvergütung.

Betriebliche Altersversorgung ist vor allem in großen Unternehmen etabliert
Neben dem Gehalt sind vor allem Zusatzleistungen wie eine betriebliche Altersversorgung weit verbreitet: 73 Prozent der Führungskräfte und zwei Drittel der Fachkräfte besitzen eine Zusage auf betriebliche Altersversorgung. Mit zunehmender beruflicher Erfahrung des Mitarbeiters steigt auch die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung: 71 Prozent der Fachkräfte mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung verfügen über eine Zusage auf betriebliche Altersversorgung. Bei Fachkräften mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung sind es lediglich 41 Prozent.

Je größer das Unternehmen, desto mehr Mitarbeiter erhalten eine betriebliche Altersversorgung: 84 Prozent der Führungskräfte in Firmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten kommen in den Genuss einer betrieblichen Altersversorgung, während es in Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern lediglich 48 Prozent sind. „Die Gründe liegen vor allem darin, dass kleine Unternehmen häufig den administrativen und finanziellen Aufwand scheuen, den eine betriebliche Altersversorgung für Mitarbeiter mit sich bringt. Große Unternehmen hingegen verfügen oftmals über Mitarbeiter, die Know-how und Erfahrung in der Gestaltung von Versorgungssystemen haben, so dass die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung dort meist viel selbstverständlicher ist“, sagt Kienbaum-Vergütungsexpertin Leitl.

Der Kienbaum Vergütungsreport 2013 „Führungskräfte & Spezialisten in Marketing und Vertrieb“ ist zum Preis von 800 Euro (+MwSt.) unter www.shop.kienbaum.de als Printexemplar/Download oder direkt bei der Kienbaum Vergütungsberatung, Postfach 10 05 52, 51605 Gummersbach (Fax +49 2261 703-201) erhältlich. Weitere Informationen rund um das Thema Vergütung finden Sie auch unter www.kienbaum-compensation.com Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Julia Leitl (Fon: +49 2261 703-608, E-Mail: julia.leitl@kienbaum.de) gern zur Verfügung.

Gehaltsspiegel & Arbeitsmarkt in der PR-Branche

Auf den folgenden Internetseiten gibt es einen ständig aktualisierten Überblick über die Gehaltslage in den Public Relations:

Trends zum PR-Arbeitsmarkt gibt es hier: